Die Ausgangslage vollständig erfassen
Vor jeder Migration sollten Produkte, Varianten, Kategorien, Kunden, Bestellungen, Medien, URLs, Erweiterungen, Tracking und externe Systeme erfasst werden. Nur so lässt sich entscheiden, was wirklich migriert werden muss und welche Funktionen neu gebaut werden.
Ziel-Datenmodell definieren
Quell- und Zielsystem verwenden selten identische Felder. Ein Mapping beschreibt, wie Produkte, Varianten, Attribute, Preise, Kategorien und Beziehungen künftig abgebildet werden. Sonderfälle sollten vor dem Import explizit definiert werden.
URL- und Redirect-Plan erstellen
Jede relevante alte URL braucht eine sinnvolle Ziel-URL. Dauerhafte Änderungen sollten gezielt weitergeleitet werden. Redirect-Ketten und pauschale Weiterleitungen auf die Startseite sind zu vermeiden, weil dabei Suchintention und Nutzersignal verloren gehen können.
Schnittstellen getrennt inventarisieren
ERP, PIM, Warenwirtschaft, CRM, Payment, Versand und Marktplätze sind eigene Migrationsbausteine. Es muss klar sein, welche Datenrichtung, Frequenz und Fehlerbehandlung im neuen System gilt.
Testmigration wiederholbar machen
Ein guter Import ist kein einmaliger manueller Vorgang. Er sollte wiederholbar sein, damit Fehler korrigiert und später nur noch Delta-Daten übernommen werden können. Testläufe sollten Datenmenge, Beziehungen und Grenzfälle abdecken.
Go-live und Monitoring planen
Nach dem Umschalten werden Datenflüsse, Redirects, Indexierung, Logs und wichtige Seiten kontrolliert. Erst danach ist die Migration wirklich abgeschlossen. Besonders kritische Prozesse sollten unmittelbar nach dem Wechsel getestet werden.
Typische Stolperfallen
Unvollständige URL-Listen, fehlerhafte Variantenlogik, fehlende Medienbeziehungen oder ungeklärte Schnittstellen werden oft erst spät sichtbar. Deshalb lohnt sich eine saubere Inventur und Testmigration vor dem Go-live.
